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SAT-Parabolantenne

Bild 1:
SAT-Parabolantenne

Der SAT-Spiegel

Der SAT-Spiegel, landläufig auch SAT-Schüssel, oder einfach nur Schüssel genannt, ist eine der wichtigsten Komponenten der Satellitenempfangsanlage. Seine Leistungsfähigkeit bestimmt maßgeblich die Empfangsqualität. Aufgrund der großen Distanz von etwa 36.000 km ist das vom Satelliten abgestrahlte Signal auf der Erde sehr schwach.
Deshalb sollte man bei der Auswahl des SAT-Spiegels nicht am falschen Ende sparen, sondern eine hochwertige und stabile Ausführung wählen. Der Preisunterschied eines Markenspiegels zu einer billigen Baumarktvariante ist nicht sehr groß und zahlt sich in jedem Fall aus.


Parabolantenne
Heutzutage genügen Parabolantennen mit einem Durchmesser von ca. 60cm um das Sendesignal aufzufangen. Die Empfangsantenne besteht aus einem Parabolspiegel und dem eigentlichem Empfangskopf mit integriertem Frequenzumsetzer und ZF-Verstärker: auch "Low Noise Block Converter", kurz"LNB" genannt. Der LNB ist im Brennpunkt der Parabolantenne montiert. Ein am LNB angeschlossenes Koaxialkabel leitet das Empfangssignal an einen Receiver oder eine Verteileranlage weiter.


SAT-Offsetantenne als Ausschnitt aus einer Parabolantenne

Bild 2:
SAT-Offsetantenne

 

Offsetantenne
Der am meisten eingesetzte Antennentyp ist die sogenannte Offsetantenne. Diese ist ein Ausschnitt einer Parabolantenne. Die Spiegelfläche ist nicht mehr kreisrund, sondern oval. Wie man Anhand der Abbildung erkennen kann, schaut der Spiegel nicht mehr direkt zum Satelliten, sondern er weist eine erhebliche Winkelabweichung (Offsetwinkel) auf. Der LNB benötigt dieselbe Winkelabweichung in die andere Richtung, damit er sich trotzdem im Brennpunkt des Antennenspiegels befindet. Vorteil dieser Antennenform: Der LNB hängt nicht mehr im Strahlengang, es geht also keine Empfangsenergie durch Abschattung verloren. Der Spiegel hat etwas günstigere Abmessungen und es sammelt sich nicht so leicht Schnee im Reflektor an, was den Empfang wesentlich verschlechtern würde, da dieser trotz einer für Mitteleuropa typisch um etwa 30° nach oben gerichteten Empfangsrichtung fast senkrecht montiert werden kann.

 

Empfangsleistung
Die Größe einer SAT-Antenne wird mit dem Durchmesser des Spiegels angegeben. Die gebräuchlichsten Antennentypen haben einen Durchmesser von 60 oder 85 cm. Je größer der Spiegel ist, desto höher ist seine Verstärkerleistung. Man spricht hier von Antennengewinn. Der Antennengewinn wird in dBi angegeben. Das ist der Gewinn gegenübereiner Antenne mit Kugelstrahlungscharakteristik.

Im Datenblatt eines Anbieters für Satellitenschüsseln finden wir beispielsweise folgende Werte:

Durchmesser
des Antennenspiegels

Antennen-Gewinn in dB

Antennen-Gewinn als Leistungs-Verhältnis

Fläche

max.
Power

max. Signalstärke an 75 Ohm

max. SNR

65 cm

35,7 dB

3700:1

0,33 m²

1,8 pW
= -87 dBmW

12 µV
= 21,3 dBµV

26,8 dB

85 cm

38,2 dB

6600:1

0,57 m²

3,1 pW
= -85 dBmW

15 µV
= 23,7 dBµV

29,2 dB

120 cm

41,3 dB

13500:1

1,13 m²

6,1 pW
= -82 dBmW

21 µV
= 26,6 dBµV

32,2 dB

Man kann deutlich erkennen, das sich die Leistung eines gößeren Antennenspiegels, im Vergleich zum nächstkleineren, nahezu verdoppelt.

Im logarithmischen Dezibel-Maßstab bedeutet eine Erhöhungum drei Dezibel eine Verdopplung des Gewinns.


Material
Einfachere SAT-Spiegel werden aus Stahlblech hergestellt und lackiert. Nachteilig ist die Rostgefahr bei Lackbeschädigungen.
Qualitativ hochwertige SAT-Spiegel werden aus Aluminium gefertigt und sind entweder Pulverbeschichtet oder lackiert.
Es gibt auch aus Kunststoff hergestellte SAT-Spiegel. Sie werden wegen des höheren Preises aber selten verwendet. Bei ihnen ist ein Metallgitter im Kunststoff eingearbeitet, das die Strahlung reflektiert.
Zu erwähnen sind noch die Drahtgitterantennen. Diese haben sich aber im nachhinein als sehr Rostempfindlich herausgestellt und haben sich daher nicht durchgesetzt.

   

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